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Fischerboote für Manila

Ende 2013 traf der Wirbelsturm Yolanda die Philippinen fünfmal mit der
stärksten, je gemessenen Windstärke eines Taifuns. Über Land verliert
ein Taifun an Stärke und Geschwindigkeit, nicht aber auf See, so dass
er eine ungewöhnlich lange Schneise der Verwüstung diagonal durch
die Philippinen gezogen hat. Yolanda zerstörte 200.000 Fischerboote
und damit die Existenz der Fischerfamilien.


Für akute Hilfsleistungen waren die Fischer dankbar, ihr Ziel war und
ist es jedoch, so schnell wie möglich, ihre Familien wieder aus eigener
Kraft ernähren zu können.

Fiberglasspezialist Nene Si-quia erinnerte sich an ein Spezialverfahren,
das bereits nach dem Tsunami 2004 zum Einsatz kam. Mit dieser Idee
ging er zu einer kleinen Werft in Manila, die bereits mit dem Material
gearbeitet hatte und es konnte losgehen: Man erstellt Negativformen
von Bootskörpers, füllt Fiberglasmatten hinein und stürzt sie nach dem
Trocknen. Es folgen Feinarbeiten, Lackieren und das Anbringen für die
Ausleger, die den Booten Stabilität und Auftrieb geben. 1–2 Tage
dauert das. Innenausbau macht dann jeder Fischer selbst.
Mittlerweile konnte Nene Si-quia noch eine Werft auf den Mid Islands finden,
um die Transportwege zu verkürzen.

Ein Basisboot mit Material und Arbeitsleistung kostet insgesamt 320 US $.

Die FEC-Mitglieder spendeten außerturnusmäßig fünf Boote.

Weitere Informationen über Ludwig Schlepegrell

schleplu@yahoo.co.uk


 

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